Wetterstation Zugspitze

Höchster Punkt Deutschlands

Die Turmplattform der Weterwarte ist mit 2.962 m der höchste Punkt Deutschlands. An manchen Tagen hat man eine Sicht von bis zu 265 km.

 

Leider wurde Deutschlands höchstgelegener Arbeitsplatz am 27.05.2018 abgebaut. Nach fast 120 Jahren zieht der Deutsche Wetterdienst seine Beobachter von der Zugspitze ab. Ich hatte 4 Wochen vorher Gelegenheit Wettermelder Marco K. an seinem Arbeitsplatz zu besuchen. Das war ein unvergeßliches Erlebnis für einen leidenschaftlichen Skifahrer und Hobby-Meterologen wie mich, an einem Tag mit blauem Himmel. Es herrschte eine Sichtweite von 150 km. Zu bewundern war ein eindruckvolles Alpenpanorama. Marco konnte jeden Gipfel des Dachsteins, der Tauern mit dem Großglockner und der Dolomiten namentlich aufzählen.

Es ist nicht nur Deutschlands höchster Arbeitsplatz, sondern auch der kälteste, von Kühlhäusern mal abgesehen. Die Durchschnittstemperatur liegt bei minus 4,8 Grad – „ein Klima wie in Südgrönland“. Der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen wurde am 14. Februar 1940 gemessen: minus 35,6 Grad Celsius.

In der 1900 eingeweihten meteorologischen Station und der Forschungsstation Schneefernerhaus werden hauptsächlich Klimaforschungen betrieben.

Der Alpenraum ist vom Klimawandel stark betroffen. Die Messreihen der Zugspitze sind wertvoll. Seit Beginn der Aufzeichnungen stieg die Temperatur im Mittel um 0,8 Grad. Der April 2018 lieferte neue Rekorde. Er war hier oben 5,6 Grad zu warm, gemessen am langjährigen Mittel. Einmal stieg die Temperatur auf 8,2 Grad, ein Extrem: Der bisher „heißeste“ Tag war der 5. Juli 1957 – mit 17,9 Grad. Manchmal fegen Orkanböen über die Station. Dann ist an Schlaf nicht zu denken. „Da wackelt die Bude ganz schön. Es fühlt sich an wie ein Erdbeben“, sagt Marco. Der stärkste Sturm tobte am 12. Juni 1985: 335 Stundenkilometer – Deutschlandrekord. 

Fachgespräch on TOP

27.02.2018

In der Nacht von Montag auf Dienstag fiel die Temperatur auf der Zugspitze auf minus 30,5 Grad Celsius.Garmisch-Partenkirchen – So kalt war es Ende Februar nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes zuletzt vor mehr als 100 Jahren.